Projekte:grünes blatt
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grünes blatt
Das grüne blatt ist eine Zeitung für 'Umweltschutz von unten'. Es gibt diese bereits seit 1993, allerdings erst seit Ende 2006 mit dem Schwerpunkt auf emanzipatorischen Umweltschutz. Die Zeitung wird von einem Netzwerk von Umwelt-, Polit- und MedienaktivistInnen aus dem Bundesgebiet und darüber hinaus gemacht. Früher hatte sie ihren Verbreitungsschwerpunkt im Raum Magdeburg (Sachsen-Anhalt), inzwischen ist sie bundesweit vertreten. Dabei behandelt das grüne blatt nicht nur Umweltthemen, sondern befasst sich auch mit einer Vielzahl weiterer politischer, kultureller und sonstiger Themen. In Mannsdorf soll eine weitere Redaktion entstehen, in der Aktive Beiträge erarbeiten und an der Produktion der Zeitung mitwirken können.
- Flächenbedarf: Nutzung des IMC und des Archivs
- Inventar:
- einige Stehsammler und Aktenordner
- Gratisökonomie-Potential:
- kostenlose Bücher durch Abdruck von Rezensionen
- kostenlose Zeitschriften durch Austauschabos
- Möglichkeit kreativer Kooperationen (z.B. kostenpflichtige Dienstleistung gegen Anzeigenschaltung)
- Output:
- Medienworkshops
- Printausgaben des grünen blatts
Die Arbeit am grünen blatt erfolgt zu einem großen Teil online auf einer frei gestaltbaren Internetseite. Dort kann jedE ihre Beiträge (Artikel, Berichte, Dokumentationen, Rezensionen etc.) veröffentlichen und selbst bestimmen, in welchen Kategorien diese erscheinen sollen. Für die Weiterentwicklung des grünen blatts, für Absprachen und zur Koordinierung von Layout und Terminen gibt es ein zusätzliches Redaktionswiki.
Die Online-Ausgabe des grünen blatts ermöglicht eine ständige Aktualität der Artikel. Hier gibt es auch keine Seitenzahlbeschränkungen, weswegen im Internet mehr Beiträge zu finden sind, als in den Printausgaben abgedruckt werden können. Diese werden zu vereinbarten Zeitpunkten aus den aktuellen Online-Artikeln für den Druck zusammengestellt und layoutet. Während die Online-Redaktionsarbeit relativ einfach funktioniert - hier sind lediglich Zuordnungen zu bestehenden Kategorien und Korrekturen vorzunehmen - erfordert die Produktion einer Printausgabe recht viel Aktivität: Geld für den Druck organisieren, layouten, korrekturlesen, druckfähige Dateien erzeugen, Pressearbeit machen, Versand und Verteilung der fertigen Zeitung.
Absprachen über anstehende Arbeiten und Erweiterungen oder Veränderungen am grünen blatt erfolgen im wesentlichen über das Redaktionswiki und eine Mailingliste der Redaktion. Das grüne blatt wird derzeit als Experiment für die Idee "horizontaler Printmedien" genutzt. Es wird also ausprobiert, wie ein Zeitungsprojekt für alle gleich offen zugänglich organisiert werden kann. Denn die Problematik ist offensichtlich: funktioniert die Idee, dass alle LeserInnen eigene Artikel verfassen, gibt es schnell weit mehr Texte als Seiten, die bedruckt werden können. Gibt es nicht so viele Texte, ist das Konzept nicht auf Resonanz gestoßen. Die Herausforderung ist hier eine Kommunikation zu entwickeln, die gleichberechtigte Entscheidungen darüber ermöglicht, welche Artikel wie und wann abgedruckt werden können. Dabei wird es nicht nur um strukturelle Fragen (Textlänge etc.), sondern auch um inhaltliche Kritik gehen, die einzelne an verfassten Beiträgen äußern.
Diese Debatten allein lohnen schon dieses Experiment zu wagen. Aus einer vielfältigen Auseinandersetzung mit sich widersprechenden Argumentationen kann am ehesten eine ausgewogene, unabhängige Meinungsbildung entstehen. So kann ein strittiger Artikel zu einer sehr vielseitigen Berichterstattung im grünen blatt führen. Auf längere Sicht kann die Printausgabe nur eine Portalfunktion haben: Themen und Diskussionen werden angeschnitten und auf weiteres im Internet verwiesen. Aber das wäre schon mehr, als die meisten Zeitungsprojekte schaffen.
Termine
- Redaktionstreffen zur Ausgabe 3-12 vom 18. - 19. September 2012 im Projekthaus
- Layout der Ausgabe 3-12 vom 10. - 16. November 2012 im Projekthaus
- Wikiworkshop vom 23. - 25. November 2012 im Projekthaus
- Redaktionstreffen zur Ausgabe 1-13 vom 30. November - 1. Dezember 2012 im Projekthaus