Termine:Bau:Dachdämmung im Projekthaus Mannsdorf
Aus Schöner Wohnen
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Bauwochenende im Projekthaus
Vom 15. bis 17. Juni 2012 laden wir zu einem Bauwochenende ins Projekthaus in Döbeln-Mannsdorf ein. Wir brauchen Unterstützung, um den Ausbau des OpenSpace-Seminarbereichs im Dachboden voran zu bringen. Voraussichtlich werden wir den Bereich tapezieren, was bei fast 200 Quadratmetern viel Arbeit ist. Je nach Unterstützung können gleichzeitig weitere Arbeiten fertig gestellt werden, denn noch immer sind viele kleine und größere Baustellen offen. Diese wollen wir nun mal fertig kriegen, damit zukünftige Veranstaltungen unter besseren Bedingungen laufen können.
Das Wochenende ist in Hinblick auf die verschiedenen Baustellen auch eine Art DIY-Aktion, denn das meiste Wissen eignen wir uns selbst an - durch Befragung erfahrenerer Leute, Nachlesen und Ausprobieren. Ihr könnt hier somit auch noch was lernen ;)
Neben dem Tapezieren des Dachbodens kann Konkret an der Dachdämmung gearbeitet werden, Verputzarbeiten gemacht und Regale gebaut werden. Es gibt noch eine Menge weiterer kleinerer "Baustellen", und du kannst aus einer Liste raussuchen, was dich interessiert und wobei du mithelfen möchtest. Größte Herausforderung ist weiterhin der Dachausbau im Spitzbodenbereich: da werden wir ökologische Dämmmaterialien einbauen - Hanfmatten und Holzfaserdämmplatten. Es werden Verschalungen und Konterlattungen angebracht und auch einiges improvisiert. Eine etwas umweltfreundlichere Dampfbremse als üblich (aus einem Pappmaterial) wird verbaut und der Fußboden des Spitzbodens, wo zukünftig SeminarteilnehmerInnen schlafen können, gebaut.
Wenn dich das interessiert oder du einfach helfen willst, bist du herzlich willkommen. Falls du grade in dieser Woche keine Zeit hast, aber trotzdem gern mitmachen würdest, schreib einfach, wann du Zeit hättest - es wird genug auch danach noch zu tun sein, so dass wir gern auch weitere Verabredungen zum Bauen machen.
Dachdämmung
Wir wollen Raum für Seminare im Projekthaus Mannsdorf schaffen. Dazu wollen wir den Dachraum ausbauen. Zunächst steht die Dämmung an, danach kann der Innenausbau erfolgen.
Eine äußere Dämmung gibt es schon. Die besteht aus 22 mm Holzfaserdämmplatten, die die konventionelle Dachfolie ersetzen und sowohl windabweisend als auch beständig gegen unter die Dachziegel gewehten Schnee und Regen ist. Diese Dämmplatten sind auf den Sparren angebracht, darauf die Lattung und Konterlattung und darauf liegen die Dachziegel.
Bereits am Wochenende vom 11. - 13. November 2011 haben wir die Dämmungsarbeiten am Dach gestartet. Es sind noch mehrere Arbeitseinsätze nötig, bevor das geschafft ist. Ein wichtiger Teil - die Dämmung des unteren Dachbereichs mit zwei Schichten Hanfmatten mit Hilfe einer modifizierten Konterlattung und die Abdichtung mit einer auf Spezialpappe basierenden Dampfbremse - wurde bereits in Vorbereitung des Fundraising-Trainings, das im Februar 2012 statt fand, fertig gestellt.
Aktuell sind wir dabei im unteren Dachbereich Holzfaserdämmplatten anzubringen. Diese sind vorläufig der innere Abschluss der Innendämmung. Die Dampfbremse im unteren Dachbereich wird dann als nächstes mit Spezialkleber luftdicht an der Giebelmauer und den Balken des Dachstuhls verbunden. Danach können die Platten grundiert und mit einer Tapete oder anderen Beschichtung, die die empfindlichen Dämmplatten vor mechanischer Belastung schützen, versehen werden.
Im nächsten Schritt wird der Spitzboden gedämmt. Zwischen den Dachsparren werden 18 cm starke Hanfdämmmatten eingebaut, darüber kommt eine Konterlattung, die wir improvisiert mit kurzen Nägeln mit großen Köpfen versehen haben. Daran bleiben die mit 5 cm deutlich dünneren Hanfmatten hängen, die wir hier zur Verstärkung der Dämmung anbringen. Diese würden ansonsten durchhängen und herausfallen, da sie aufgrund der dünnen Stärke in sich nicht so stabil sind.
Auf die Konterlattung wird schließlich die Dampfbremse in waagerechten Bahnen angetackert. Die getackerten Stellen sowie die Überlappungsbereiche der verschiedenen Bahnen werden mit einem Spezialklebeband abgedichtet. Geringste Löcher machen die Dämmkonstruktion unwirksam, weil hier Luftfeuchtigkeit in die Dämmung und in das Dach eindringt. Es entstehen Wärmebrücken und potenzielle Schimmelherde. Deshalb muss die Abdichtung sehr sorgfältig erfolgen. In den Randbereichen der Dampfbremse an der Giebelwand sowie am Dachstuhl (Pfetten) wird ein Spezialkleber verwendet, der auch hier einen luftdichten Abschluss gewährleisten soll.
Im Bereich der Schornsteine muss aus Brandschutzgründen Steinwolle, die leider nicht so umweltfreundlich ist, verwendet werden. Es genügt eine Schicht von mindestens 5 Zentimetern. Damit diese unökologische Dämmung sparsam eingesetzt werden kann, muss eine Verschalung aus Holzbalken und -latten konstruiert werden. Die weitere Dämmung der Schornsteinbereiche ist kompliziert und nicht ganz befriedigend, weil beispielsweise die Holzfaserdämmplatten, die auf der Dampfbremse angebracht werden, aus Gründen des Brandschutzes nicht bis ganz an den Schornstein herangeführt werden dürfen. Damit bleibt dort ein mehrere Zentimeter breiter Spalt offen.
Auch am Dachfenster ist eine zusätzliche Verschalung nötig, um die Dämmung optimal zum Abschluss zu bringen. Hier werden Latten bzw. Bretter verbaut.
Zuletzt werden auch im Spitzbodenbereich Holzfaserdämmplatten angebracht, die dann tapeziert werden können.
Ausbau des Spitzbodens
Ein Drittel des Dachbodens ist offen, so dass dort für Veranstaltungen eine große Projektionsfläche und auch sonst viel Raum bis unters Dach bleibt. Die anderen zwei Drittel werden durch eine Zwischendecke abgetrennt, die den Spitzboden bildet. In der Mitte ist dieser hoch genug, um aufrecht zu gehen, an den Seiten durch die Dachschräge aber nur eingeschränkt begehbar. Dort werden wir stabile Holzplanken einbauen, so dass ein weiterer Nutzbereich, z.B. für Matrazen zum Schlafen, entsteht.
Zunächst muss jedoch die Dämmung im Spitzboden komplett fertig gestellt werden, da der Fußboden dann direkt an die Wände anschließen soll. Als erster Schritt werden dann die alten, nicht mehr sehr vertrauenswuerdigen Planken entfernt, die jetzt noch im Rahmen der Baustelle genutzt werden koennen. Die neuen Bretter sind stabiler und mit Nut und Feder versehen, so dass sie keine Luecken hinterlassen und außerdem noch mehr stabilisiert werden.
Außerdem muss der Zugang zum Spitzboden neu gestaltet werden. Entweder mit einer stabilen Leiter, oder bequemer mit einer Treppenkonstruktion. Geeignete Leitern sind schon vorhanden, müssten aber noch optimiert werden; für eine Treppenkonstruktion bedarf es umfassenderer Überlegungen.
Raumteilung und Schrankwände
Der Dachboden soll für die Methode OpenSpace optimiert werden. Dazu soll es möglich sein, dass sich kleine Gruppen ungestört voneinander besprechen und Ideen entwickeln können, während gleichzeitig ein Überblick über den gesamten Raum möglich bleibt und so der unkomplizierte und schnelle Wechsel von einer OpenSpace-Ecke zur anderen möglich ist.
Der Dachboden hat vier Holzpfeiler, auf denen die Pfetten und das Stützgerüst des Spitzbodens aufliegen. Ausgehend von diesen Pfeilern könnten Regale in die Wandschrägen gebaut werden, die gleichzeit als Raumteiler und als Nutzflächen für die Bibliothek, die ebenfalls im Dachboden untergebracht werden soll, dienen können. So würden fünf Sitzecken entstehen, die durch die Schrankwände etwas abgeschottet von den nächsten Sitzecken wären, aber immer noch einen weiten Blick über den gesamten Raum ermöglichen.
Diese Schrankwände sollen baldmöglich, nach der Fertigstellung der Dämmung und nach dem Tapezieren des unteren Dachgeschossbereichs, gebaut werden. Dann könnte die Bibliothek an ihren endgültigen Platz kommen und richtig sortiert und eingerichtet werden. Für die spätere Verlegung der Elektro- und Netzwerkkabel am Fuße der Wände (Schrägen und Giebel) muss Platz gelassen oder anderweitiges vorgesehen werden. Zur optimalen Nutzung sollten die Regale doppelte Tiefe mit Trennwand in der Mitte aufweisen, damit sie von beiden Seiten mit Büchern bestückt werden können und außerdem eine bessere akkustische Abtrennung von den Nachbar-Sitzgruppen geschaffen wird.
Für die Nutzung des Raums für Veranstaltungen oder kleinere Seminare sollten Wandflächen zum Anpinnen oder anderweitigen Fixieren von Plakaten für Mitschriften bzw. Dokumentation vorgesehen werden. Außerdem gibt es eine Reihe Moderationstafeln, deren Aufstellung bei der Raumplanung auch schon berücksichtigt werden sollte.
Elektrik im Dachboden
Als weitere, spätere Ausbaumaßnahme soll die Elektrik verlegt werden - also feste Steckdosen und Lampen einbauen, Kabel verlegen, extra Sicherungskasten für diese Etage und Verkleidungen für diese Kabelei. Bei der Gelegenheit können gleich auch Netzwerkkabel verlegt werden, denn wir wollen nicht unnötig viele Funksender in Betrieb nehmen, indem wir völlig auf WLAN setzen würden.
Schon jetzt ist eine neue Klingelanlage bis hoch in den Dachboden verlegt und installiert worden, so dass - im Gegensatz zu früher - auch unter dem Dach zu hören ist, wenn jemand vor der Tür steht und klingelt.
Bei der Installation der Elektrik bekommen wir voraussichtlich wieder Unterstützung durch einE befreundeten ElektrikerIn, die uns schon mehrfach mit den Anlagen im Projekthaus half.
Beheizung des Dachgeschosses
Derzeit gibt es im Dachgeschoss nur einen Ofen, der den gesamten Raum beheizt. Dieser ist recht klein und war auf die früher vorhandenen kleinen Raumvolumina ausgelegt. Es ist auch nur noch einer, anstatt der zwei, die es vor dem kompletten Ausbau des Dachbodens einschließlich Entfernung der alten Trockenbauwände gegeben hat. Zusätzlich steht ein Ölradiator zur Verfügung, der auch viel Wärme produziert, aber gleichzeitig ein großer Stromfresser ist.
Im Winter 2011/2012 waren diese beiden Heizanlagen problemlos in der Lage das Dachgeschoss auf über 20 °C zu erwärmen, trotz Minusgraden von manchmal bis -16 °C. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt der Spitzbodenbereich mit Plastikplanen nach unten hin abgedichtet, weil dort oben noch offene Baustelle war, während unten Veranstaltungen stattfanden. Der unterere Bereich war bis auf die Giebelseiten schon komplett gedämmt. Wenn die Dachdämmung beendet ist, wird die Wärmeisolation nach oben hin zwar besser sein, allerdings auch das zu beheizende Raumvolumen sehr viel größer werden. Außerdem fallen dann die ebenfalls kurzfristig wärmedämmenden Planen an den Giebelwänden weg, so dass dort ein größerer Energieverlust zu erwarten ist, bis eines Tages die Außendämmung des Hauses erledigt ist und die Einfachfenster durch Mehrfachverglasung unter Energiesparstandards ersetzt wurden.
In Zukunft, wenn die Heizanlage des Projekthauses erneuert wird, soll auch das Dachgeschoss zentral gewärmt werden. Momentan basiert die Heizung des Hauses auf Erdgas, was auf Dauer sowohl teuer als auch unökologisch ist. Da die Anlage jedoch noch nicht sehr alt ist, kann sie noch 5-10 Jahre in Betrieb bleiben, bevor sie entweder rundum erneuert oder ersetzt werden sollte.
Die zukünftige Beheizung des Hauses ist noch nicht geklärt. Ideen sind eine Grundversorgung mit Wärme z.B. durch Solarkollektoren oder Nutzung von Erdwärme oder Geothermie sowie eine Zusatzbefeuerungsanlage mit Holz, die den jetzigen Gasheizkessel ersetzen würde. Für Solarkollektoren zur Warmwassergewinnung ist allerdings auf dem Hausdach kein Platz mehr (die Photovoltaik-Anlage nimmt allen optimalen Raum der Südseite bereits ein), daher kommen also entweder andere Flächen oder die Nutzung von Umgebungswärme bzw. Erdwärme wahrscheinlicher in Frage.
Wenn dann die gesamte Beheizung des Projekthauses umgestellt wird, soll eventuell eine Fußbodenheizung im Erd- und Obergeschoss zum Einsatz kommen. Die Fußböden müssen mittelfristig ohnehin repariert oder ersetzt werden - zumindest in einigen Bereichen, wo es in der Vergangenheit Wassserschäden gab. Für den Dachboden ist das noch gänzlich unklar, weil hier die Bodenkonstruktion vermutlich die Last einer Fußbodenheizung mit Estrich nicht tragen könnte. Also sind vielleicht Heizkörper hier auf Dauer realistischer.
ALT: Bauwoche im Projekthaus
Wir brauchen Unterstützung, damit die verschiedenen Baustellen mal fertig werden und zukünftige Veranstaltungen unter besseren Bedingungen laufen können. Außerdem ist es auch eine Art DIY-Aktion, denn das meiste Wissen eignen wir uns selbst an - durch Befragung erfahrenerer Leute, Nachlesen und Ausprobieren. Ihr könnt hier somit auch noch was lernen ;)
Konkret werden wir an der Dachdämmung arbeiten, Verputzarbeiten machen und Regale bauen. Es gibt noch eine Menge weiterer kleinerer "Baustellen", und du kannst aus einer Liste raussuchen, was dich interessiert und wobei du mithelfen möchtest. Größte Herausforderung ist weiterhin der Dachausbau: da werden wir ökologische Dämmmaterialien einbauen - Hanfmatten und Holzfaserdämmplatten. Es werden Verschalungen und Konterlattungen angebracht und auch einiges improvisiert. Eine etwas umweltfreundlichere Dampfbremse als üblich (aus einem Pappmaterial) wird verbaut und der Fußboden des Spitzbodens, wo zukünftig SeminarteilnehmerInnen schlafen können, gebaut.
Wenn dich das interessiert oder du einfach helfen willst, bist du herzlich willkommen. Falls du grade in dieser Woche keine Zeit hast, aber trotzdem gern mitmachen würdest, schreib einfach, wann du Zeit hättest - es wird genug auch danach noch zu tun sein, so dass wir gern auch weitere Verabredungen zum Bauen machen.
Die Bauwoche wird vom 1. bis 8. April 2012 im Projekthaus in Mannsdorf stattfinden.
ALT: Einladung zum Dachausbau am Projekthaus Mannsdorf
Dachausbau in Mannsdorf - Kernwoche 6.-14. Januar 2012
Hallo liebe Leute!
Gerade läuft die Dämmung des Dachbodens des Projekthauses Mannsdorf. Dort sollen ab Februar Seminare stattfinden, deshalb wird jetzt viel Kraft dort hineingesteckt, um diese Baustelle zu beenden. Es ist geplant einen großen OpenSpace-Seminarbereich zu schaffen - das gesamte Dachgeschoss wird ein großer offener Raum mit vielen kleinen Nischen, in denen Kleingruppen arbeiten können, ohne sich zu stören, aber einander sehen und einfacher aufeinander eingehen können. Dieser Seminarbereich wird damit auf die OpenSpace-Methode abgestimmt sein - das ist auch ein spannendes Experiment einen für diese Methode optimierten Raum zu schaffen.
Der frühere Spitzboden soll zum Schlafbereich ausgebaut werden, damit 20-30 Personen zukünftig an Seminaren teilnehmen und vor Ort übernachten können.
Wir brauchen dringend Unterstützung in den nächsten zehn Tagen, aber auch danach bis Ende Januar. Bitte überlegt, und sagt Bescheid, ob ihr mal einen halben Tag oder mehr vorbeikommen und mitmachen könnt - beim Verlegen von Dämmmaterial (Hanfmatten), Anbringen einer Konterlattung für eine zweite Hanfdämmschicht, Anheften der Dampfbremse (Spezialfolie) und Fixierung der letzten Dämmschicht aus Holzfaserdämmplatten. Im Spitzbodenbereich muss der Fussboden neu gemacht werden (Holz).
Leitet diese Unterstützungsanfrage auch gern an andere Leute weiter, die vielleicht helfen könnten. In jedem Fall müssen sich HelferInnen voranmelden, da wegen weiterer Veranstaltungen das Haus nicht immer besetzt ist (und zur Planung). Am besten telefonisch unter 03431/5894177.

